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Käthe Lachmann
Vita
Angefangen hat alles mit ihrer Geburt am Fuße der schwäbischen Alb in Reutlingen, meint Käthe Lachmann. Kein Wunder, schließlich heißt es ja auch "Nomen est omen". Eine ausschweifende Kindheit und eine ebenso ausschweifende Jugend folgten im 4 Kilometer von Reutlingen entfernten Eningen. Erste kabarettistische Erfahrungen, so geht die Mär der Komikerin, fanden dort bereits 1982 statt, als die katholische Mädchengruppe Käthe einzig und allein aufgrund stimmlicher Qualifikation zur "Kuh des Jahres" wählte.
20 Jahre später, Anfang der 1990er verließ die Schwäbin die heimatlichen Gefilde und nahm in Hamburg ein Studium der Philosophie auf, von dem nichts weiter überliefert ist. Denn schon 1995 schrieb sie, den humorigen Seiten des Lebens durchaus zugetan, nach Mitwirkung an einigen Theater- und Kabarettproduktionen ihr erstes Solo-Programm "Esst mehr Obst".
Rasch folgten Fernsehauftritte im Quatsch Comedy Club, Ottis Schlachthof oder der Harald Schmidt Show. Auch in der ZDF-Reihe "Olli, Tiere, Sensationen", oder bei der "Versteckten Kamera" war sie zu sehen. 1996 erhielt sie den NDR2-Comedypreis, 1999 den Publikumspreis beim Prix Pantheon und 2003 den Förderpreis zum Deutschen Kabarettpreis. Gemeinsam mit Susanne Betancor spielte sie "Privat bin ich Profi" und feierte mit ihrem Best-of-Programm "Ten Years Laughter" 2006 ihr zehnjähriges Bühnenjubiläum.
Einige der Lachmann'schen Figuren, wie zum Beispiel die Synchronsprecherin Elke Schmitt, sind inzwischen in die Kabarettannalen eingegangen. Und auch ihre Parodien von Ottfried Fischer oder Ulla Schmidt lassen die Zuschauer immer wieder toben.
Programm "Ich bin nur noch hier, weil du auf mir liegst"
In der wunderbaren Welt der Käthe Lachmann gibt es "Moussaka im Wigwam", "Zweigleisige Pferde" oder "Sitzriesen auf Wanderschaft". Auch in ihrem neuen Programm: "Ich bin nur noch hier, weil du auf mir liegst" deckt die Wahl-Hamburgerin Skurilles und Aberwitziges aus dem menschlichen Alltag auf. Diesmal hält sie ein flammendes Plädoyer für das Versagen und gegen den Versuch immer alles richtig zu machen. Schließlich kann es auch Spaß machen, Ausreden zu erfinden.
Mit ansteckender Albernheit und gekonnt gespielter Naivität schlüpft die Trägerin des Deutschen Kabarettpreises (Förderpreis) und des Prix Pantheon in die Figuren ihres Mikrokosmos und stellt Fragen, die wir uns sonst nur selbst stellen: Gibt es unkontrolliert biologischen Anbau und wenn ja, geht's dabei sehr chaotisch zu? Wieso grüßt die Kassiererin immer erst, wenn ich genau vor ihr stehe? Und: Warum malen sich manche Frauen die Augenbrauen soweit oben hin, dass sie immer erstaunt aussehen?
Bis ins Absurde gesteigerte Fantasien und unerwartete Wendungen sind die Markenzeichen von Käthe Lachmann. Dazu kommt die enorme mimische und stimmliche Vielseitigkeit, mit der sie ihre Figuren inszeniert, persifliert und entlarvt. Und weil die sympathische Komikerin dabei so menschenfreundlich bleibt, darf ohne Reue ausgelacht werden. Zu Recht urteilte die Westdeutsche Zeitung: "Käthe Lachmanns Name ist Programm: Brüllend komisch!"
Internet
Weitere Infos finden Sie unter
www.kaethelachmann.de
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